Norwegens landschaftlich reizvolle Routen – Norden
Nordnorwegen bietet ein ganz anderes Radsporterlebnis als die dramatischen Bergpässe im Süden. Die Straßen sind generell flacher, der Verkehr ist oft überraschend gering und die Weite der Landschaft wirkt viel offener und abgelegener. Mit Ausnahme von Lofoten Während des Hochsommers kann man auf langen Strecken mit wenig Unterbrechung fahren, außer Meer, Himmel und fernen Bergen.
Wenn Sie dem Abschnitt der Atlantikküste folgen EuroVelo 1 nach Norden in Richtung Tromsø, Sie werden natürlich viele der großen landschaftlich reizvollen Nordstraßen durchqueren. Die Helgelandskysten ist oft der erste wahre Vorgeschmack auf das arktische Norwegen, wo Fähren, Gletscher und zerklüftete Küstengebirge eine sich ständig verändernde Kulisse bilden.
Weiter nördlich kommt Lofoten, Norwegens berühmtestes Radreiseziel. Die dramatischen Gipfel, weißen Strände, Fischerdörfer und das endlose arktische Licht haben es weltweit zu einem Kultobjekt für Tourenradler gemacht. Die Beliebtheit der Inseln bedeutet jedoch, dass die Hauptstraße E10 im Juli und Anfang August stark befahren sein kann. Viele Radfahrer erleben nur den Hauptkorridor durch die Inseln, aber einige der besten Fahrten ergeben sich, wenn man kleine Sackgassen abseits des Touristenstroms nimmt – ruhige Asphaltstreifen, die zu einsamen Stränden, winzigen Häfen und vergessenen Fischergemeinden führen. Diese Umwege offenbaren oft eine weitaus ruhigere und intimere Seite von Lofoten.
Jenseits der Lofoten bietet Andøya ein ruhigeres und offeneres Erlebnis. Lange Küstenstraßen, weite Meeresblicke, weiße Strände und hügelige Landschaften verleihen dieser Region eine ganz andere Atmosphäre als die scharfen Bergwände der Lofoten. Der Verkehr ist meist gering, und es herrscht ein Gefühl von Weite und Ruhe, das viele Radfahrer nach den geschäftigeren Touristengebieten weiter südlich zu schätzen wissen. An klaren Abenden kann das tiefe arktische Licht entlang der Küste unvergesslich sein.

Weiter nördlich fühlen sich die Straßen rund um Senja wilder und dramatischer an. Senja fehlt der internationale Ruf der Lofoten, aber viele Radfahrer bevorzugen es am Ende. Die Insel kombiniert steile Berge, enge Fjorde und ruhige Straßen mit deutlich weniger Verkehr. Manchmal wirkt die Landschaft genauso spektakulär, doch die Atmosphäre ist spürbar ruhiger und weniger kommerzialisiert.
Weiter nördlich wird die Landschaft zusehends karger, offener und arktischer. Die Straße nach Nordkap ist zum symbolischen Ziel für viele Tourenradfahrer geworden, aber dabei werden die weniger bekannten Routen in der Nähe oft übersehen. Havøysund zum Beispiel wird weitgehend ignoriert, nur weil es in die entgegengesetzte Richtung des Nordkaps liegt. Doch die Straße ist eine der schönsten im hohen Norden, sie schlängelt sich durch leere Küstenlandschaften mit fast keinem Verkehr. Wenn Sie die Hurtigruten Küstenfährbetrieb wird es möglich, beide Straßen relativ einfach als Teil der Nordkapp-Runde zu kombinieren.
Die letzte große Nordstraße ist Varanger. Nur wenige Radfahrer erreichen sie, hauptsächlich wegen der enormen Entfernungen. Von Tromsø sind es fast tausend Kilometer, und selbst von Nordkapp aus ist es noch eine riesige Reise nach Osten durch Finnmark. Aber wer sich die Mühe macht, wird mit etwas Einzigartigem belohnt. Die Varanger-Halbinsel fühlt sich selbst nach arktischen Maßstäben isoliert an – weite Tundra-Landschaften, wenig Verkehr, endlose Himmel und eine Vogelwelt, wie sie sonst nirgends in Norwegen zu finden ist. Es ist ein Gefühl am Rande Europas, das sich nur schwer richtig beschreiben lässt, bis man es selbst erlebt hat.
Für viele Radfahrer bietet Südnorwegen die ikonischen Gebirgsstraßen und Fjorde. Nordnorwegen bietet etwas Ruhigeres, Einsameres und in vielerlei Hinsicht Tiefergehendes. Die Distanzen sind größer, das Wetter rauer und das Gefühl der Abgeschiedenheit stärker. Wenn Sie sich entscheiden, bis nach Varanger zu fahren, wird es mehr als nur eine weitere malerische Route – es fühlt sich wie ein passender Abschluss einer arktischen Reise an, die nur wenige Menschen je vollständig erleben.
Die Südrouten sind zu finden Hier
Routenplan
Nützliche Links
Booking.com – für Unterkunftsmöglichkeiten in ganz Norwegen
Entur App – zur Planung von Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in ganz Norwegen
Fähren – Routen, Fahrpläne und Informationen von Statens Vegvesen
Wildcamping-Etikette – wichtig zu wissen
Beachten Sie
Alle auf CYCLENORWAY.com veröffentlichten Radrouten dienen als Planungsressource und Inspirationsquelle, die Sie in Verbindung mit Ihrer eigenen Recherche und Ihrem Urteilsvermögen nutzen sollten. Die Routen werden mit sorgfältiger Recherche erstellt, aber jeder Radfahrer hat unterschiedliche Fähigkeiten, Erwartungen und Risikobereitschaft. Einige Routen können Abschnitte mit Schiebe-/Tragepassagen, schlammige oder nasse Wanderwege, technisches Gelände, steile Anstiege, Abfahrten oder abgelegene Gebiete enthalten, die möglicherweise nicht für jeden geeignet sind. Routendaten, Kartensoftware und Bedingungen können sich auch ändern oder Ungenauigkeiten enthalten. Radfahren in Norwegen ist im Allgemeinen sehr sicher. Wenn Sie sich dennoch entscheiden, diese Routen zu befahren, tun Sie dies auf eigenes Risiko.





























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