638 km
Entfernung
11061m
Höhengewinn
4-10
Tage
76%
Unbefestigt
7/10
Schwierigkeit
40-45mm
Idealtypen
National Gravel Route 8: Østlandsviddene
Route 8 ist das versteckte Juwel der Nationalen Gravel-Routen: eine lange, anspruchsvolle Schleife für ernsthafte Bikepacker, die in abgelegenen, selten besuchten Teilen des norwegischen Binnenlandes verschwinden wollen. Die Reise beginnt in Dombås, wo ein seltener, speziell gebauter Radweg sicher zwischen den Nationalparks führt und eine ruhige Alternative zur E6 bietet. Bereits hier beginnen das Gefühl von Weite und die Ausgesetztheit sich einzustellen.
Jenseits der kleinen Siedlung Hjerkinn steigt die Route auf historische Seterveier an, Sommerbauernhöfe, die hoch über die Täler führen und nach Osten in die UNESCO-Welterbestadt Røros führen. Diese Straßen führen Sie durch offenes Berg terrain, wo die Bewegung seit jeher saisonal und zielgerichtet ist. Røros selbst ist der perfekte Ort für eine Rast: eine Stadt aus dem 17. Jahrhundert mit Holzstraßen und einer Bergbaugeschichte, die nach Tagen mit leerem Kies am besten langsam erkundet wird.
Von Røros führt die Route weiter nach Südosten in Richtung Femunden, wo eine jahrhundertealte Fähre die Reiter über Norwegens drittgrößten See bringt. Am anderen Ufer schwindet die menschliche Präsenz schnell. Die Straßen werden enger, die Wälder reichen endlos, und Rentiere ersetzen den Verkehr als Ihre häufigsten Begleiter. Nach einem kurzen asphaltierten Abschnitt setzt sich der Schotter bis zum Ende der Straße fort, wo eine kleine DNT-Hütte den Rand des Nationalparks Femundsmarka markiert. Anstatt Ihre Schritte zurückzuverfolgen, kehrt die Route mit dem Boot zurück, was das Gefühl der Fortbewegung bewahrt.
Die letzte Etappe zurück in Richtung Dombås führt über Bergschotter, durch Wälder und über Almwiesen, einschließlich der weiten Landschaften von Grimsdalen. Eine Handvoll kleiner Dörfer bietet seltene Gelegenheiten zum Auftanken, bevor die Route wieder ins Gudbrandsdalen hinabführt und die Runde dort schließt, wo sie begonnen hat. Mit mehr als 600 Kilometern Fahrstrecke und über 801 km Schotter ist die Route 8 kaum mit anderen zu vergleichen. Sie vermittelt das Gefühl eines alten Norwegens, geprägt von Weite, Zurückhaltung und saisonalen Rhythmen, und wird für viele Radfahrer zu einer Reise, die auf stille Weise neu definiert, was Bikepacking sein kann.
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